Sunday, August 16, 2020

Unser Täglich Brot - Groß genug

https://unsertaeglichbrot.org/2020/08/16/gro%c3%9f-genug/

Groß genug

Lesung: Lukas 18,15-17 | Die Bibel in einem Jahr: Psalm 94-96; Römer 15,14-33


Lasst die Kinder zu mir kommen. Hindert sie nicht daran! Denn solchen gehört das Reich Gottes.

Mein Enkel rannte zu der Schlange bei der Achterbahn und stellte sich an die Messlatte, um zu sehen, ob er schon groß genug war, um mitfahren zu dürfen. Er jauchzte vor Freude, als sein Kopf über die Marke hinausragte.

Wie oft geht es im Leben darum, ob wir „groß genug“ sind. Vom Kindersitz zum Sitzgurt. Von der Rückbank auf den Vordersitz. Den Führerschein machen. Wählen dürfen, Heiraten. Wie mein Enkel können wir unser Leben damit zubringen, größer werden zu wollen.

Zur Zeit des Neuen Testaments wurden Kinder zwar geliebt, aber von der Gesellschaft nicht besonders geachtet, bis sie „das Alter erreicht“ hatten, zum Lebensunterhalt beitragen und die Synagoge besuchen konnten. Jesus stellte die Maßstäbe seiner Zeit infrage. Zu ihm durften auch Arme, Kranke und sogar Kinder kommen. Drei Evangelien (Matthäus, Markus und Lukas) berichten von Eltern, die ihre Kinder zu Jesus brachten, damit er ihnen die Hände auflegen und für sie beten konnte (Matthäus 19,13; Markus 10,16).

Die Jünger tadelten die Eltern, weil sie Jesus belästigten. Darauf reagierte Jesus „verärgert“ (Markus 10,14) und öffnete den Kleinen die Arme. In seinem Reich hatten sie einen Wert. Gleichzeitig rief er alle auf, selbst wie die Kinder zu werden—verletzlich, Menschen, die ihn brauchten (Lukas 18,17). Wenn wir wie ein bedürftiges Kind kommen, sind wir „groß“ genug, um seine Liebe zu empfangen.
Wie kannst du klein genug bleiben, um Gott kennenzulernen? Was bedeutet seine Liebe, die Liebe eines himmlischen Vaters, für dich?
Lieber Gott, hilf mir heute zu erkennen, wie sehr ich dich brauche, damit ich wie ein Kind deine Nähe suche.


© 2020 Unser Täglich Brot
Wie oft geht es im Leben darum, ob wir „groß genug“ sind.

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